Wald
und seine Funktionen
Der Wald bietet dem Menschen und seiner Umwelt vielfältigste Funktionen.
Nicht nur als Ressourcenbasis im Wirtschaftskreislauf, sondern auch als Raum für unsere Freizeit und als Schutzzone für unsere Lebensgrundlagen erfüllt er seit jeher seine Aufgabe.
Um so mehr ist es notwendig, mit diesem Gut sorgfältig umzugehen und damit nachhaltig zu wirtschaften.
Die Funktionen
des Waldes werden
in folgende Teilbereiche
gegliedert:
Nutzfunktion
des Waldes
Der Wald ist der Produktionsraum und damit die wirtschaftliche Grundlage für die Forstwirtschaft. Neben ihrer Funktion als Erholungs- und Naturraum sowie den vielfältigen Schutzfunktionen erfüllen die 10,7 Mio. Hektar Waldfläche in Deutschland auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Forstwirtschaft ist auf den ersten Blick gering: Der Beitrag zum Bruttosozialprodukt liegt im marginalen Bereich, die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze mit rund 75.000 ist vergleichsweise klein. Die deutsche Forstwirtschaft liefert jedoch nachhaltig zwei Drittel des Holzbedarfs in Deutschland. Jährlich werden rund 40 Mio. Kubikmeter Holz geerntet.
Der Zuwachs
liegt mit rund
60 Mio. Kubikmetern
weit höher.
Diese Menge massiven
Holzes könnte
jährlich
geerntet werden,
ohne die Holzvorräte
und die Nutzungsmöglichkeiten
für die
Nachfahren zu
schmälern.
Die
Schutzfunktionen
des Waldes
Wasserschutz
Zunächst hat der
Wald eine maßgebliche
Wirkung auf den Wasserhaushalt
einer Landschaft. Der
Waldboden speichert
und reinigt das Regenwasser
und gibt es als Grund-
oder Oberflächenwasser,
gerade nach Starkregen
verzögert frei.
Dies entlastet die
Fließgewässer
und hilft Überflutungen
zu reduzieren.
Luftreinigung
Nicht nur das Wasser
sondern auch die
Luft bedarf der ständigen
Reinigung. Auch hier
hat der Wald eine
besondere Wirkung.
Es werden pro Hektar
und Jahr bis zu 5O
Tonnen Schwebstoffe
wie Stab und Ruß aus
der Atmosphäre "herausgekämmt".
Im Besonderen leistet
hier der immergrüne
Nadelwald ganzjährig
diese Reinigungsarbeit.
Bodenbefestigung
Eine weitere Schutzwirkung
bezieht sich auf
den Waldboden. Besonders
an Hanglagen, z.B.
im Gebirge besteht
beständig eine
Erosionsgefahr durch
Wind, Wasser, Schnee
oder Bergrutsche.
Durch die vollflächige
Durchwurzelung des
Bodens entsteht ein
flächiges Haltesystem
für den Boden
und schützt
damit Siedlungen
und Infrastruktur
auf natürliche
Weise.
Klimaregulierung
Die Wirkung des Waldes
auf das lokale Klima
ist besonders in
den extremen der
Jahreszeiten, im
Sommer und im Winter
zu erleben. In Wäldern
wird es weder so
heiß, noch
so kalt wie im offenen
Gelände. Es
entsteht eine Pufferwirkung.
Der Wald wirkt sich
dabei ausgleichend
auf sein Kleinklima
aus. Bei größeren
Wäldern erstreckt
sich diese Wirkung
auch auf die unmittelbare
Umgebung.
Die
Erholungsfunktionen
des Waldes
Der Wald bietet eine Vielfalt von Möglichkeiten sich zu erholen.
Mit steigenden Zahlen bei den Waldbesuchern seit den 70er Jahren hat sich gleichzeitig auch die Aufenthaltsdauer im Wald deutlich erhöht.
Eine Umfrage im Nürnberger Raum ergab, dass der Wald die am meisten genutzte aktive Freizeitmöglichkeit ist, noch vor Parkanlagen, Cafes, Diskotheken, Hallenbädern.
Insbesondere die immer noch wachsende Fitnessbewegung nutzt den Wald als Freiluft Trainingsgelände für Fahrrad- oder Laufsport. Aber auch der einfache "Sonntagsspaziergang" findet nach wie vor seine Anhänger.
Mit einer Intensivierung der Nutzung durch die Erholungssuchenden wird allerdings von diesen auch erwartet, dass sie verantwortungsvoll mit der freien Natur umgehen.
So wie der Waldbesitzer
nachhaltig arbeitet,
um die Leistungsfähigkeit
der Waldökosysteme
zu schützen,
wird vom Waldbesucher
erwartet, sich
rücksichtsvoll
zu verhalten,
damit keine Schäden
entstehen.
