Forstbetrieb Obermeyer

Nachhaltigkeit in der ForstwirtschaftNachhaltigkeit in der Forstwirtschaft

Nachhaltigkeit bedeutet wortwörtlich die Fortdauer, Beständigkeit, Wiederkehr, Stetigkeit oder ununterbrochene Wirkung.

Die Nützlichkeit des Prinzips der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft wurde schon im 16. Jahrhundert in Deutschland erkannt.

Erstmals als Begriff verwendet wurde sie 1713 von dem sächsischen Berghauptmann H. C. von Carlowitz in seinem Buch "Sylvicultura Oeconomica", Waldbau und Ökonomie. Knapp hundert Jahre später gibt Georg Ludwig Hartig in seiner Schrift "Anweisung zur Taxation und Beschreibung der Forste" folgende Definition von Nachhaltigkeit:

"Jede weise Forstdirektion muß daher die Waldungen [...], ohne Zeitverlust, taxieren lassen, und sie zwar so hoch als möglich, doch so zu nutzen suchen, daß die Nachkommenschaft wenigstens ebensoviel Vortheil daraus ziehen kann, als sich die jetzt lebende Generation zueignet."

Heute meint das forstwirtschaftliche Prinzip der Nachhaltigkeit, dass nur soviel Holz genutzt wird, wie dauerhaft nachwächst und zugleich so gewirtschaftet wird, dass auch Boden, Tier- und Pflanzenwelt intakt bleiben.

Neben der Nutzfunktion des Waldes werden auch die Schutz- und Erholungsfunktionen berücksichtigt. Damit ist gewährleistet, dass der Wald als Naturlebensraum erhalten und gleichzeitig für das Allgemeinwohl nutzbar bleibt - mit Blick auf die Zukunft im Sinne des Generationenvertrages.

In der Grafik ist der Bewirtschaftungszyklus dargestellt, der auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit basiert.