Forstbetrieb Obermeyer

Brennholz, Scheitholz, Pellets, HackschnitzelLieferformen des Brenn- und Kaminholzes

Holz ist der am häufigsten eingesetzte biogene Brennstoff. Genutzt wird hauptsächlich Holz in Form von Scheitholz oder Hackschnitzeln. Auf deren spezifische Anwendungen und Eigenschaften wird im folgenden eingegangen.

Holz gibt es in Bayern reichlich. Allein der jährlich ungenutzte Holzzuwachs von etwa 6 Mio. Festmeter könnte 2,7 % des bayerischen Primärenergiebedarfs decken. In den vergangenen 20 Jahren wurden aber nur etwa 70 % des tatsächlichen Holzzuwachses genutzt.


Scheitholz

Das Scheitholz (Kaminholz) stammt direkt aus dem Wald. Es wird dort meist bei Durchforstungen geerntet, bei denen Luftraum und Platz für andere Stämme geschaffen werden. Das geschlagene Holz wird vor Ort auf etwa 5m abgelängt und zum Holzlagerplatz des Forsthofs transportiert. Dort werden die Holzstämme, die als sogenanntes Schwachholz einen Durchmesser zwischen 10 und 35 cm haben können, maschinell auf eine Länge von 25 oder 33 cm gesägt und durch eine Spaltanlage automatisch zu Holzscheiten aufgespalten.

Die genannten Längen sind auf die gängigsten Dimensionen für Kachelöfen, Kaminöfen, offene Kamine oder Kachelöfen abgestimmt. Scheitholz-Zentralheizungen werden meist mit einer Scheitlänge von 50 oder 100 cm beschickt. Diese können als Sonderlängen auf Anfrage hergestellt werden.

Nach der Aufbereitung werden diese Holzscheite unter Dach für etwa ein Jahr eingelagert, wo Sie gut durchlüftet auf den Feuchtegehalt von 15 bis 20 % abtrocknen können.

So aufbereitet stellen die Holzscheite einen guten, für jedermann leicht zu handhabenden Brennstoff dar. Lose geliefert muss es lediglich zu einem Holzstapel aufgeschichtet werden.


Pellets

Hergestellt aus meist sehr stark zerkleinertem Holz, das in großen Sägewerken anfällt, wird es zu Pellets gepresst. Die künstlich hergestellten Pellets beinhalten ebenfalls naturbelassenes Holz, das unter hohem Druck und ohne die Beigabe von chemischem Bindemittel in Form gebracht wird. Dabei wird bei den Pellets unter Druckeinwirkung das im Holz enthaltene Lignin als natürliche Bindung aktiviert.

Es entsteht ein, als Schüttgut sehr gut zu handhabender Brennstoff der auch mechanisch mit Förderschnecken oder Gebläsen transportiert werden kann. Damit kann beim Einsatz in Zentralheizungen der gleiche Komfort wie bei Heizöl erreicht werden. Die Lagerung von Pellets kann in Kellerräumen, in Erdtanks im Garten oder in freistehenden Gewebesilos erfolgen. Dabei reichen für ein Einfamilienhaus etwa 9 m³ Lagervolumen aus, da die Presslinge eine relativ hohe Dichte besitzen. Dies entspricht weitgehende dem Raumbedarf für Öltanks. Zudem liegt hier auch die Feuchte gegenüber von lufttrockenem Scheitholz auf Grund der Herstellung unter hohem Druck und der dabei auftretenden Temperatur mit etwa 12% niedrig. Dies führt zu einem leicht besseren Brennwert als bei naturbelassenem Holz.

Beim Einkauf sollte auf die normgerechte Herstellung geachtet werden, um eine optimale Verbrennung sicherstellen zu können. Aus herstellungstechnischen Gründen haben wir dieses Sortiment nicht im Angebot.


Hackschnitzel

Die einzelnen Hackschnitzel weisen meist eine Länge von etwa 10 bis 25 cm auf und finden als Brennstoff für größere Heizanlagen Anwendung. Aus dem Brennstofflager können auch die Hackschnitzel automatisch über Förderschnecken oder Schubböden der Heizung zugeführt werden.

Hackschnitzel werden meist direkt im Wald mit Hilfe von Hackern aus Rest- oder Schwachholz hergestellt, das bei Durchforstungen im Wald anfällt. Bei den Hackmaschinen handelt es sich zumeist um Anbaugeräte an Schlepper, die über die Zapfwelle mit angetrieben werden. Bei größeren Mengen kommen aber auch selbstfahrende Maschinen zum Einsatz, die in der forstwirtschaftlichen Großtechnik zusammen mit Vollerntern (Harvester) eingesetzt werden, um eine Masse von bis zu 100 m³ pro Stunde Holz zu bewältigen.

Nach der Ernte werden die Schnitzel zur weiteren Trocknung auf einem ebenen, trockenen und überdachten Untergrund zu Mieten abgekippt. Nach einer 2 bis 3 monatigen Zwischenlagerung wird das Hackgut an den Kunden ausgeliefert.

Qualitätskriterien sind der möglichst geringe Rindenanteil und die möglichst niedrige Feuchte unter 30 %.