Chemie
des Holzfeuers
1. Chemische Zusammensetzung von Holz
Die hauptsächlichen Bestandteile des Holzes sind Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und in geringen Mengen die aschebildende Mineralstoffe. So ist diese chemische Zusammensetzung weitgehend bei allen Holzarten gleich. Wesentliches Merkmal gegenüber fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Gas oder Kohle ist das fast völlige Fehlen von Schwefel.
Chemische Zusammensetzung
von trocknem
Holz:
Kohlenstoff etwa 50%
Sauerstoff ca.43%
Wasserstoff ca. 6%
Stickstoff unter 1%
Mineralstoffe insgesamt
unter 1% ( Kalzium,
Kalium, Magnesium,
Phosphor, etc.)
Schwefel unter 0,01%
2. Der Verbrennungsprozess
Die Holzverbrennung
läuft in drei
wesentlichen Reaktionsphasen
ab:
Zunächst muss
bei der Trocknungsphase
noch die Energie im
Anheizprozesses zugeführt
werden (endotherme
Reaktion) mit Hilfe
von Papier oder Trockenem
Anschürholz).
Ab einer Temperatur
von ca. 100 °C
verliert das lufttrockene
Holz seine Restfeuchtigkeit
von ca. 15 - 20% des
Gewichtes. Hier gilt:
Je geringer der Feuchtigkeitsgehalt
ist, desto höher
ist der nutzbare Energiegehalt
des Holzes. Bei feuchterem
Holz muss eben ein
höherer Anteil
des Energiegehalts
für die stärkere
Trocknung aufgewendet
werden. So besitzt
luftrockenes Holz gegenüber
frisch eingeschlagenem
Holz etwa den doppelten
Heizwert.
Bei fortschreitender Trocknung setzt die sogenannte pyrolytischen Zersetzung ein, bei der 80% der Holzinhaltsstoffe sich zunächst verflüssigen und dann schließlich verdampfen. Bei dieser Vergasung des Holzes entstehen ab einer Temperatur von ca. 150°C die eigentlichen brennbaren Gase eines Holzfeuers. Zurück bleibt die Holzkohle als Feststoff. Schließlich reagieren diese Gase in der Oxidation mit Sauerstoff unter Abgabe von Energie (exotherme Reaktion). Das heißt, das Holzfeuer brennt und gibt Wärme ab. Hierbei kann die Flammtemperatur bei bis zu 1300 °C liegen. Diese Wärmeenergieabgabe wird für Heizzwecke verwendet. Etwa 1 % des Ausgangs-Brennstoffes bleibt in Form von Asche übrig.
3. Schadstoffausstoß
Bei der Verbrennung von Holz werden Wasserdampf, Kohlendioxid, Stickoxide und Ascheteilchen freigesetzt.
Der wesentliche Vorteil ist, wie bereits erwähnt, das Fehlen von Schwefel. Damit entsteht bei der Verbrennung kein Schwefeldioxid, dass wesentlich an der Entstehung von Saurem Regen beteiligt ist.
Stickoxide lassen sich bei Verwendung von naturbelassenem Holz minimieren bzw. verbrennungstechnisch reduzieren. Auch die Emission von Aschepartikeln lässt sich mit technischen Mitteln weit unterhalb der Grenzwerte senken. Vermeidbare Emissionen wie Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxide oder unverbrannte Partikel (Ruß) können bei optimierter Feuerung minimiert und der Wirkungsgrad erhöht werden.
Ebenso ist die
Zuführung
der richtigen
Menge Verbrennungsluft
in jeder Verbrennungsphase
ein wichtiger
Faktor. Hierbeiführt
zu wenig Luft
zu Sauerstoffmangel
und damit zur
unvollständigen
Verbrennung,
eine zu hohe
Luftzufuhr hingegen
kühlt den
Brennraum ab
und senkt den
Wirkungsgrad.
